• Start
  • Geschichte des
    Radars
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  • Einleitung
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  • Christian Hülsmeyer
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  • Die vergessene
    Erfindung und die
    Wiederentdeckung
    des Radarprinzips
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  • Funkmeßtechnik
    in Deutschland
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  • Deutsche
    Funkmeßtechnik
    im 2. Weltkrieg
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  • Britische
    Radarentwicklungen
    im 2. Weltkrieg
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  • Ein Blick über den
    Atlantik: Radar in den
    USA bis 1945
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  • Nachkriegsent-
    wicklungen
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  • Überwachung von
    Luft- und Schiffs-
    verkehr
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  • Radar mit
    elekronischer
    Strahlschwenkung
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  • Radar im Kurz-
    wellen und Milli-
    meterwellenbereich
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  • Radar im Weltraum
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  • Blick in die Zukunft
  • Festakt 30.4.2004
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    1.5.2004
  • "100 Jahre Radar"
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  • Die vergessende Erfindung

       

    Während des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts stand die drahtlose Kommunika­tion im Mittelpunkt der Anwendungen elektromagnetischer Wellen. Hülsmeyers Erfindung war in Vergessenheit geraten. Der Italiener Guglielmo Marconi fügte eine Funkenstrecke und eine Antenne zusammen und sendete bereits 1886 telegraphi­sche Signale über mehrere Kilometer. Seine Versuche erreichten einen ersten Höhepunkt, als er im Jahr 1901 den Nordatlantik über eine Entfernung von 3600 km von England nach Neufundland auf drahtlosem Wege überbrückte. Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung der Elektrotechnik baute Marconi nach und nach ein kommerzielles Netz von Funkstationen auf. 1922 kam auch er, mit großer Wahr­scheinlichkeit ohne Kenntnis der Arbeiten Hülsmeyers, auf die Idee, metallische Objekte mittels Reflexion elektromagnetischer Wellen zu orten. Aber auch seine Initiative fand keine Resonanz in der damaligen wissenschaftlichen Gesellschaft. 

    Lediglich zwei amerikanische Physiker, A. H. Taylor und L. C. Young vom US Naval Research Laboratory (NRL), führten seine Gedanken weiter. Sie experimentierten mit Frequenzen um 60 MHz und beobachteten starke Interferenzen in ihrem Empfän­ger, sobald ihre Sendeantenne auf bewegte Objekte gerichtet war. Sie schlossen daraus, daß die Veränderungen der empfangenen Feldstärke durch Interferenzen der abgestrahlten und der an einem Ziel reflektierten Wellen verursacht sein müßten.

    Drei Jahre später, 1925, vermaßen die Amerikaner Breit und Tuve erstmalig die Höhen verschiedener Lagen der Ionosphäre mit breitbandigen Impulsen im Frequenzbereich 3 bis 30 MHz. Sie können als die Erfinder der Impulstechnik gelten.

    Die Wiederentdeckung des Radarprinzips

    In den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts schließlich erkannte man in mehreren Ländern Europas und in Übersee die Bedeutung des Radarprinzips in vollem Umfang, wohl nicht zuletzt als Folge des ihm innewohnenden militärischen Potentials. Von dieser Zeit an wird es sehr schwierig, den weiteren Weg der Radar­entwicklung geschlossen und auf einem Pfad nachzuzeichnen. Erfolgten die Arbeiten in verschiedenen Ländern zunächst noch unabhängig voneinander, so entbrannte während des Zweiten Weltkrieges ein wahres Rennen von Aktionen und Reaktionen einer stetig fortschreitenden Leistungssteigerung der eigenen und der gegnerischen Radartechnik.  

    Um den Rahmen dieser Abhandlung überschaubar zu halten, soll im folgenden der Blick auf wesentliche Entwicklungen in Deutschland, in Großbritannien und in den USA gerichtet sein. Im Sinne historischer Korrektheit muß aber erwähnt werden, daß zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 operationelle Radarsysteme auch in Frankreich, der Sowjetunion, Japan, Italien und in den Niederlanden zur Verfügung standen.

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