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  • Geschichte des
    Radars
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  • Einleitung
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  • Christian Hülsmeyer
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  • Die vergessene
    Erfindung und die
    Wiederentdeckung
    des Radarprinzips
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  • Funkmeßtechnik
    in Deutschland
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  • Deutsche
    Funkmeßtechnik
    im 2. Weltkrieg
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  • Britische
    Radarentwicklungen
    im 2. Weltkrieg
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  • Ein Blick über den
    Atlantik: Radar in den
    USA bis 1945
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  • Nachkriegsent-
    wicklungen
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    verkehr
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    elekronischer
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    meterwellenbereich
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    1.5.2004
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  • Funkmeßtechnik in Deutschland

     

    Dr. Rudolf Kühnhold von der Nachrichten-Versuchsabteilung (NVA) der damaligen Reichsmarine in Kiel meldete 1931 ein Patent an zur Unterwasser-Schallortung von Zielen, heute Sonar genannt. Zur selben Zeit dachte Kühnhold aber bereits daran, elektromagnetische Wellen für Ortungszwecke außerhalb von Wasser zu nutzen. Zur Umsetzung seiner Ideen veranlaßte er 1934 die Gründung einer neuen Firma, der GEMA (Gesellschaft für Elektroakustische und Mechanische Apparate), die sich mit der neuen Technik, in Deutschland mittlerweile Funkmeßtechnik genannt, befassen sollte.

    Im September 1935 präsentierte die GEMA zum ersten Mal ein voll funktionsfähiges Funkmeßgerät vor hochrangigen Marineoffizieren. Es bestand aus einem gepulsten Sender mit einer Frequenz von etwa 600 MHz und hatte eine Ausgangsleistung von 800 W. Die Laufzeit eines Impulses vom Sender zum Ziel und zurück zum Empfän­ger wurde gemessen, und daraus die Zielentfernung errechnet. Für Sendung und Empfang wurde eine sog. Tannenbaum-Antenne, bestehend aus einem Dipolfeld und einem Reflektornetz, verwendet. Ein kleineres Schulschiff konnte auf eine Distanz von 8 km detektiert werden.

    Im selben Jahr arbeitete Dr. Wilhelm Runge bei der Firma TELEFUNKEN an Richt­funk-Anlagen im UHF-Bereich. Aus reiner Neugier legte er versuchsweise die Antenne eines solchen 600 MHz-Senders senkrecht nach oben schauend auf den Boden und daneben eine zweite Antenne, die mit einem Detektor verbunden war. Er wollte damit mögliche Rückstrahlungen von überfliegenden Flugzeugen untersuchen. Eine Ju 52, die in 5000 m Höhe flog, konnte auf diese Weise einwandfrei detektiert werden.

    Die Firma Lorenz, als dritter industrieller Vertreter der damaligen deutschen Funk­meßtechnik, machte 1936 erfolgreich Versuche mit einem Radar bei 430 MHz und einer Sendelei­stung von 400 W vom Dach ihrer Labors in Berlin aus.

    Neben der Industrie waren auch mehrere Forschungsinstitute auf dem Gebiet der Funkmeßtechnik tätig. Die beiden namhaftesten Vertreter sind die "Drahtlos-Luftelektrische Versuchsgesellschaft Gräfelfing" (DVG) sowie das "Flugfunk-Forschungsinstitut Oberpfaffenhofen" (FFO).

    Radar war nun definitiv geboren! Industrie und Forschungsinstitute hatten den Boden bereitet für die Entwicklung einer Vielzahl von Radarsystemen, von denen sich viele anschickten, Berühmtheit zu erlangen.

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